Raimondi


Raimondi
Raimọndi,
 
1) Marcantonio, italienischer Kupferstecher, * bei Bologna um 1480, ✝ ebenda um 1530; bildete sich u. a. nach den grafischen Werken A. Dürers, von denen er in Bologna viele in Kupferstichen kopierte. Zwischen 1510 und 1527 arbeitete er in Rom v. a. nach Werken Raffaels. Raimondi gilt als der eigentliche Begründer des Reproduktionsstichs, durch den besonders die Kompositionen Raffaels weite Verbreitung fanden.
 
 2) Ruggero, italienischer Sänger (Bass), * Bologna 3. 10. 1941; sang 1968 erstmals an der Mailänder Scala, 1970 an der Metropolitan Opera in New York. Er machte sich besonders als Don Giovanni (W. A. Mozart), Mephisto (in »Faust« von C. Gounod), Boris Godunow (M. Mussorgskij) einen Namen und wirkte auch in Opernverfilmungen mit (u. a. als Escamillo in G. Bizets »Carmen«, 1983, Regie: F. Rosi).

Universal-Lexikon. 2012.